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Am 5. September
1887, saßen an einem Sonntagnachmittag im Gasthaus des Herrn Wolfmüller
cirka 25 Hardegger zusammen und hielten die konstituierende Versammlung
des Vereines der Freiwilligen Feuerwehr Hardegg ab. Eingeladen, das
waren alle die Rang und Namen zu dieser Zeit in Hardegg hatten, wurde
vom Schulleiter Josef Wurzinger. Das erste Kommando lautete wie
folgt:
Josef
Wurzinger Hauptmann
Josef Paul Hauptmannstellvertreter
Emil Bimtschek Schriftführer
Josef Lattner Zugsführer der Steigerabteilung
Karl Benedini Zugsführer der Spritzenabteilung
Im Jänner
1898 wurde auch sogleich eine vierrädrige Wagenspritze Modell
”Wartburg” (theoretische Wasserlieferung bei 60 minütigen Doppelhuben
von 260 Litern) bei der Firma Cermak in Teplitz gekauft. Auch die erste
Intrige stammt wahrscheinlich aus dem gleichen Jahr. In den alten
Unterlagen fand ich einen Brief vom Hauptmann Josef Wurzinger an einen
Herrn Blaschke der Firma Cermak, er solle ihm schriftlich bestätigen,
daß er keine Entschädigung von mehreren hundert Gulden erhalten habe,
wie es im Gasthause öffentlich von Feuerwehrmännern erzählt wird. Wie es
ausgegangen ist, bleibt im Dunkeln der Geschichte verborgen.
Von 1898
an bis zum Jahre 1948 klafft ein großes Loch in der Geschichte
der FF Hardegg. Im ersten Protokoll vom 20. Mai 1948 unterschrieben sich
Franz Maurer als Hauptmann, Josef Vorhemus als Stellvertreter
und Alexander Sackl als Schriftführer.
Bis 1950
war Franz Maurer Hauptmann, dann löste ihn Josef Vorhemus ab, der
1952 auch Bürgermeister der Stadt Hardegg wurde. 1953 schaffte die
Feuerwehr eine Motorspritze R 75 an und weihte sie am 2. August ein.
Josef Vorhemus leitete die Geschicke der Wehr bis in das Jahr 1965.
Unter seiner Führung renovierten die Kameraden das Feuerwehrhaus.
1965:
Sein Nachfolger war Alfred Hirsch unter dessen Ägide das
erste Feuerwehrfahrzeug, ein VW, angeschafft wurde.
1971
wählten unsere Kameraden Wilfried Fusser zum Kommandanten und
Anton Held zu seinem Stellvertreter. Diese beiden führten die Wehr
30 Jahre in denen einiges geschehen ist. 1973
wurde eine neue TS Automatik 75 VW gekauft,
1976 wird das Feuerwehrhaus komplett
renoviert und neu eingerichtet, im Herbst 1978 wird das neue
Feuerwehrfahrzeug, ein KLF der Type VW LT 35, geliefert und es versieht
heute noch seinen Dienst.
1980
werden zwei Zillen an der Thaya in Hardegg stationiert, ein Jahr später
errichtet die Wehr gemeinsam mit dem Fremdenverkehrsverein der Stadt
Hardegg einen Boots- bzw. Lagerschuppen.
Legendär bleibt
das erste Sommerkränzchen der FF 1983 mit seinen umfangreichen und
technisch ausgeklügelten Regenschutzdächern, da die Veranstaltung im
Freien vor dem Gasthof Hammerschmiede abgehalten wurde.
1989 führten wir wieder den traditionellen Feuerwehrball zu
Silvester ein.
1998 traten der Wehr erstmals
zwei Frauen bei und bis heute ist die Anzahl weiblicher Mitglieder auf
sechs angewachsen.
2001 gab es den
notwendigen Generationenwechsel bei den Neuwahlen. Das neue Kommando:
Kommandant: Franz Kraus
Kdt.-Stv.: Herbert
Leeb
Verwaltung: Michael Hofer
Im August 2002 stellte
das Hochwasser an der Thaya auch gleich die erste Bewährungsprobe für
das neue Kommando bereit, die in der Evakuierung der ganzen Stadt für 24
Stunden gipfelte.
Dieses Ereignis stärkte das Gefühl gebraucht zu werden und sinnvolle
Hilfe leisten zu können und führte zu einer Reihe von Neueintritten.
2006 war der vorläufige
Höhepunkt was die Katastropheneinsätze betrifft. Im Frühjahr hatten wir
mehrere Tage Bereitschaft und mussten wieder einmal die Pegelstände an
der Thaya messen. Vor gröberen Schäden bewahrte uns das vorausschauende
Katastrophenmanagement der Talsperre VRANOV, sechs Kilometer
flussaufwärts in der Tschechischen Republik.
Am 30. Juni aber überflutete die Fugnitz, die in Hardegg in die Thaya
mündet, Teile von Hardegg. Mehr als 20 Häuser wurden für mehrere Stunden
bis zu zwei Meter unter Wasser gesetzt, 20 Personen waren zeitweise
eingeschlossen und zehn Autos wurden einfach mitgerissen. Den
Ortschaften entlang des Oberlaufes erging es nicht besser. Drei Tage
lang waren 300 Feuerwehrmitglieder des KHD Dienstes im Ort und halfen
mit, die gröbsten Schäden zu beseitigen.
2007 haben wir wieder
drei neue Mitglieder zu erwarten und der Schwerpunkt unserer Arbeit wird
die Ausrüstung und die Ausbildung der Jungen sein.
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